Heuristische Troposphären-Prognose für Amateurfunk auf 2 m, 70 cm, 23 cm und 13 cm
Diese Unterseite berechnet und visualisiert Troposphäre-Fenster für den Amateurfunk auf Basis lokaler Wetterdaten, Tageszeit, Drucklage,
Windprofil, Feuchte, Sichtweite und Inversionssignalen. Nach Eingabe deines Maidenhead-Locators erhältst du eine praxisnahe Einschätzung der
aktuellen Tropo-Bedingungen, möglicher Ducting-Fenster und einer geschätzten Reichweite für VHF-, UHF- und Mikrowellenbetrieb.
Die Bewertung ist bewusst heuristisch, nicht wissenschaftlich und dient nur als operative Orientierung für Funkpraxis, Bandbeobachtung und Experimente.
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Locator noch nicht ausgewähltWeltansicht aktivTropo · Inversion · Ducting · Überreichweite
Beste Tropo-Fenster heute
Locator-Weltkarte mit Tropo-Layern
Verwendet wird exakt dieselbe Vektor-Karte wie auf der Startseite. Nach der Berechnung werden die geschätzten Tropo-Reichweiten direkt um den
Mittelpunkt deines Maidenhead-Locators dargestellt. Zusätzlich kannst du das Locator-Raster einblenden, in die Karte zoomen und per Klick
einzelne Locator-Felder auf der Karte prüfen.
Cursor–
Klick–
🧭 Klick zeigt 8-stelligen Locator
📍 Locator-Punkt optional in weiß/grün
🛰️ Bandlayer = Tropo-Reichweiten
Wie diese Tropo-Prognose arbeitet
Die Tropo-Unterseite von Funkwetter.com bewertet stündlich, ob die untere Atmosphäre eher zu normaler Sichtverbindung, leichter Überreichweite, brauchbarer Troposcatter-Unterstützung oder sogar zu ausgeprägter Ducting-Tendenz neigt. Dabei werden Hochdrucklage, schwache Winde, tiefe Bewölkung, relative Feuchte, Druckniveau, Taupunktabstand und die nächtliche beziehungsweise morgendliche Abkühlung miteinander kombiniert.
Das Ergebnis ist eine gut lesbare Praxisprognose für Amateurfunkerinnen und Amateurfunker, die besonders auf 2 Meter, 70 Zentimeter, 23 Zentimeter und 13 Zentimeter nach Tropo-Fenstern suchen. Die Seite ist damit ideal für Stationsplanung, Aktivierungsvorbereitung, Contest-Beobachtung, portable Einsätze und tägliche Bandkontrolle.
Wichtig ist: Diese Unterseite ersetzt keine professionelle meteorologische Auswertung. Sie hilft jedoch, typische Muster wie Temperaturinversion, stabile Schichtung, ducting-freundliche Hochdrucklagen oder windarme Nachtfenster schnell zu erkennen und mit einer handlichen Karte sowie einer Zeitachsenansicht zu verknüpfen.
Professionelle Begriffserklärungen zur Troposphäre
Troposphäre
Die Troposphäre ist die unterste Atmosphärenschicht und der Bereich, in dem das normale Wetter stattfindet. Für den Amateurfunk ist sie wichtig, weil Änderungen des Brechungsindex dort VHF-, UHF- und SHF-Signale über den normalen Radiohorizont hinaus beeinflussen können.
Temperaturinversion
Von einer Temperaturinversion spricht man, wenn die Temperatur mit der Höhe ansteigt statt abzufallen. Solche Schichtungen begünstigen anomale Refraktion und können Troposphäre-Fenster oder sogar Ducting-Lagen deutlich verstärken.
Refraktivität
Refraktivität beschreibt den funktechnisch relevanten Brechungszustand der Atmosphäre. Änderungen mit der Höhe bestimmen, ob Funkstrahlen normal gebogen, stärker zur Erdoberfläche hin abgelenkt oder in einer ducting-fähigen Schicht geführt werden.
K-Faktor
Der K-Faktor ist der Faktor des effektiven Erdradius in der Ausbreitungsrechnung. Bei Standardatmosphäre wird häufig näherungsweise mit etwa 4/3 Erdradius gerechnet; bei anomaler Refraktion kann dieser Wert deutlich abweichen.
Surface Duct
Ein Surface Duct ist ein bodengebundener troposphärischer Duct, dessen untere Grenze an der Erdoberfläche liegt. Solche Lagen können besonders interessant sein, wenn sich bodennahe stabile Schichten und hoher Druck mit schwachem Wind kombinieren.
Elevated Duct
Ein Elevated Duct liegt oberhalb der Erdoberfläche. Er kann dazu führen, dass Funkenergie in einer erhöhten Schicht geführt wird, wobei Standort, Antennenhöhe und Einfallswinkel einen starken Einfluss auf die praktische Nutzbarkeit haben.
Troposcatter
Troposcatter bezeichnet Überhorizont-Ausbreitung durch Streuung an Inhomogenitäten in der Troposphäre. Sie ist nicht identisch mit Ducting, kann aber ebenfalls Reichweitenverlängerungen ermöglichen, vor allem wenn die Atmosphärenschichtung günstig ist.
Radiohorizont
Der Radiohorizont ist die praktische Grenze direkter Funkverbindungen unter Berücksichtigung der atmosphärischen Brechung. Bei guter Tropo-Lage kann die reale Reichweite deutlich jenseits dieses Bereichs liegen.
Häufige Fragen zu Tropo-Fenstern
Wann lohnt sich ein Blick auf die Tropo-Seite besonders?
Vor allem abends, nachts, früh morgens und bei ruhigen Hochdrucklagen lohnt sich die Prüfung. Gerade dann können Inversionssignale und stabile Luftschichten zu deutlich erhöhter Reichweite führen.
Welche Bänder profitieren am stärksten?
In der Praxis reagieren 70 cm, 23 cm und 13 cm oft sehr deutlich auf Ducting. 2 m profitiert ebenfalls stark, zeigt aber häufig ein breiteres Spektrum von leichter Überreichweite bis hin zu sehr guten Tropo-Lagen.
Bedeutet ein hoher Score automatisch ein QSO?
Nein. Antennenhöhe, Geländeprofil, Polarisation, Rauschniveau, Gegenstation und lokale Störer entscheiden weiterhin mit. Ein hoher Score ist eine gute Betriebswahrscheinlichkeit, aber keine Verbindungsgarantie.
Warum zeigt die Karte nur geschätzte Kreise?
Die Karte ist absichtlich leichtgewichtig gehalten und visualisiert operative Reichweitenbereiche. Für exakte Funkpfadvorhersagen wären deutlich komplexere Modelle mit Profil-, Gelände- und Atmosphärendaten nötig.
Funkwetter.com · Druck- und PDF-Bericht
Auswertungsbericht Troposphäre & Tropo-Fenster
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